Die notwendigen Unterlagen für eine Zulassung des Flugzeugs werden in Zusammenarbeit mit der Oskar-Ursinus-Vereinigung erstellt werden. Die OUV ist eine Institution, die Amateurflugzeugbauer bei ihren Projekten zu unterstützt und das Zulassungsverfahren beim Luftfahrtbundesamt begleitet.
Vom Original abgewichen muss zum einen überall da, wo es die Flugsicherheit erfordert, zum anderen aber auch bei der Motorisierung der Maschine.
Die Originalflugzeuge des Jahres 1913 waren mit einem wassergekühlten, stehen eingebauten Reihenmotor von 100 PS Leistung ausgerüstet. Aufgrund des sehr großen Hubraums (ca. 8 Liter) erreichten die verwendeten Motortypen diese Leistung bereits bei etwa 1350 U/min, so dass sie den zweiblättrigen Druckpropeller von 2,5 m Durchmesser ohne Untersetzungsgetriebe drehen konnten.
Für einen Nachbau kommt ein Originalmotor nicht in Frage, zumal es nur noch einige wenige Exemplare in Museen gibt. Ob diese in einen betriebsfähigen Zustand zu bringen wären ist fraglich, ganz abgesehen von der Beschaffung einer solchen Maschine.
Da das Flugzeug in der so genannten beschränkten Sonderklasse zugelassen werden soll (besser bekannt als ‚Experimental’), besteht die Möglichkeit, auch nicht luftfahrt-zugelassene Triebwerke zu verwenden.
Ohnehin erscheint der Einbau eines luftgekühlten Motors –und nur solche gibt es mit Luftfahrtzulassung in dieser Leistungsklasse- problematisch. Alle Versuche in ähnlichen, bisher gebauten Flugzeugen solche Motoren zu verwenden führten zu kaum zu behebenden Kühlungsschwierigkeiten. Der Gründe liegen in der außerordentlich niedrigen Fluggeschwindigkeit und in der Anordnung der Luftschraube als Druckpropeller: Die vom Propeller abströmende Luft trifft nicht wie beim Zugpropeller auf den Motor.
Die Lösung des Problems liegt in der Verwendung eines modifizierten, wassergekühlten Automobilmotors. Während der Einbau von Automotoren in Flugzeuge hierzulande eher exotisch wirkt, ist dies in der sehr viel größeren amerikanischen Selbstbau-Szene sehr weit verbreitet. Die Verfechter dieser Vorgehensweise loben die Zuverlässigkeit und Betriebssicherheit der modernen Automotoren, die den Vergleich mit den konstruktiv bereits ein halbes Jahrhundert alten lizenzierten Flugmotoren nicht zu scheuen braucht.
Das Hauptkriterium bei der Wahl des passenden Motors ist das Gewicht des Antriebs. Die Originalmotoren wogen etwa 170 kg. Dieses Gewicht sollte auch beim Nachbau möglichst nicht überschritten werden. Erschwerend ist hier, dass für den großen Propeller zusätzlich ein Untersetzungsgetriebe nötig wird, da in Frage kommende Automotoren die gewünschte Leistung erst bei etwa 5500 U/min abgeben. Ein kleinerer Propeller kommt nicht in Betracht, da bei den geringen Fluggeschwindigkeiten der Wirkungsgrad der Luftschraube mit dem Durchmesser drastisch abnimmt.
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