Werftverein - Verein zur Erhaltung der historischen Flugwerft Schleissheim e.V.
1935 entschied sich das RLM 2 Hochleistungssternmotoren in Auftrag zu geben, einen bei Bramo-Fafnir und einen zweiten bei BMW. Bramo wurde von BMW übernommen, die Entwicklung führte zum BMW 139. Bei BMW selbst war der 801 Entstanden. Der BMW 139 war kein voller Erfolg und erhielt keine Freigabe für die Serienproduktion im Gegensatz zum stärkeren und kompakteren BMW 801, der auch mehr Entwicklungspotential bot.
Die Konstruktion des BMW 801 begann im Oktober 1938 unter Dipl. Ing. Duckstein und im April 1939 fand der erste Prüfstandslauf des Prototyps statt. Die Versuchsphase erstreckte sich bis Dezember, danach erhielt der Motor die Produktionsfreigabe, obwohl noch Überhitzungsprobleme bestanden, da dringend ein Ersatz für den BMW 139 in der FW 190 benötigt wurde. Die erste Einheit die im August 1940 mit BMW 801 angetriebenen FW 190 A1 ausgestattet wurde war die II/JG26. Bis Mitte 1942 gab es häufig Motorprobleme, die erst durch Änderungen an der Cowling und ein Lüfterrad hinter dem Propeller überwunden werden konnten.
Die BMW 801 Produktion kann grob in 4 Gruppen aufgeteilt werden:
Der BMW 801 wurde als vollständiges Triebwerk entworfen, d.h. mit allen Anbauteilen, Kühlern und Lufteinlässen. Ziel von BMW war es, die größtmögliche Leistung aus dem kompaktesten Motor in einer aerodynamischen Verkleidung mit kleinstmöglichen Abmessungen zu schaffen. Der BMW 801 verfügt über ein Kommandogerät (eine Art mechanischen Computer), der Ladedruck, Drehzahl, Gemisch , Zündung und Laderübersetzung steuert und so eine Einhebelbedienung ermöglicht.
Technische Daten (801 A)
Quellen: V. Bingham Major Piston Aero Engines of World War II; GWF Flugzeuge und BMW Flugmotoren Luftfahrtverlag Axel Zuerl
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