Werftverein - Verein zur Erhaltung der historischen Flugwerft Schleissheim e.V.
Parallele Welten – oder die etwas kompliziertere Art, zu einer Do 27 zu kommen
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| platzsparende Parkweise ... |
Nachdem anscheinend bei Dornier niemand ein Interesse an der Wiederherstellung zumindest der Do 27 zu haben schien, konnte sie der Werftverein mit viel Engagement als Spende ergattern, da einige Mitglieder den Wunsch hatten, mal ein Flugzeug zu restaurieren. Mit großem Enthusiasmus wurde die Maschine in der Halle 4, der Restaurierungswerkstatt des Werftvereins, eingelagert und sogleich in Augenschein genommen. Eine Bestandsaufnahme der Schäden ergab, dass in der Hauptsache das Höhen- und Seitenleitwerk, ein Tragflächenende inklusive Querruder, diverse Beulen in der Beplankung, sowie Schäden am Fahrwerk und an der Motorcowling zu reparieren wären. Als größtes Problem stellte sich aber die vollkommen zerstörte, große hintere Dachscheibe heraus, für die kein Ersatz besorgt werden konnte. Auch fehlten Motor inklusive Propeller.
Als diese ernüchternden Tatsachen erst mal das wahre Ausmaß der tatsächlich aufzuwendenden Arbeit deutlich machten, verdünnisierten sich zuerst die allgemeine Begeisterung und nach und nach auch die arbeitswilligen Vereinsmitglieder. Fairerweise muss man jedoch sagen, dass der Umfang der Reparatur-Arbeiten einfach unsere damaligen Fähigkeiten überstieg, da meines Wissens zum Beispiel auch kein Mitglied die notwendige Erfahrung im Flugzeugbau besaß.
So wurde die Restaurierung einstweilen auf Eis gelegt und die einzelnen Fragmente der Maschine strategisch auf freie Flächen in der Halle verteilt, sodass wenigstens ein weiterer Verfall verhindert werden konnte. Es wurden zwar sporadisch immer wieder neue Versuche unternommen, die Arbeiten wiederaufzunehmen. Aber bis zum Februar 1997 tat sich nichts Wesentliches mehr.
Zu diesem Zeitpunkt konnte durch das Vereinsmitglied Dirk Petersen bei einem Luftsportverein in Fürstenfeldbruck eine weitere Unfallmaschine ausfindig gemacht und käuflich erworben werden.
Diese Do 27 hatte beim Abwurf von mit Anti-Tollwut-Impfstoff präparierten Fuchsködern über Waldgebieten bei ihrem letzen Flug Berührung mit einem Baumwipfel und musste notlanden. Dabei wurden beide Fahrwerks-Beine aus dem Rumpf gerissen sowie der gesamte Unterrumpf durch den Bodenkontakt in Mitleidenschaft gezogen.
Durch die freundliche Unterstützung der Spedition von Horst Mantz und seinen Söhnen wurde die Maschine mit tatkräftiger Mithilfe diverser Vereinsmitglieder auf einem Tieflader vom Luftwaffenstützpunkt Fürstenfeldbruck zum Werftverein nach Oberschleißheim transportiert.